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Arznei- Schlüsselblume

(Primula veris)

IV — VI Home trockene Wiesen, lichte trockene Wälder
10 — 30 cm indigen NT
Primula veris
Synonym: Primula officinalis, Arznei-Primel, Echte Schlüsselblume. Hemikryptophyt, coll-um. Die Dolde ist gestielt, der schalenförmige Kronsaum ist dottergelb. Der Kelch ist bauchig erweitert und liegt der Kronröhre nicht an. Die Fruchtstiele sind steif aufrecht (Lit). Die unter Naturschutz stehende Art kommt in allen österreichischen Bundesländern vor. Im alpinen Naturraum ist sie noch relativ häufig, die Bestände nehmen aber ab. Sie ist im nördlichen Alpenvorland und im pannonischen Raum gefährdet, in der Böhmischen Masse stark gefährdet und im südöstlichen Alpenvorland vom Aussterben bedroht (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Primula veris
Aufnahmen:29.03.2002 Setzberg Spitz
 
Habitus
 
 
Habitus
Aufnahmen: 03.04.2016 Spitz
 
fruchtend
Aufnahme: 21.05.2016 Spitz

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"928. P. officinalis Scop. (P. veris Huds. Guckerhänl. — Petersschlüssl. — Fastenblüml.)
Wurzelstock walzlich, knotig, schief oder senkrecht, dickzaserig, Blätter grundständig, keiliglänglich bis eiförmig, allmählig oder mit abgerundeter oder herzförmiger Basis in den geflügelten Blattstiel verlaufend, kerbezähnig, stumpf, gleichfärbig, grasgrün, beiderseits feinflaumig oder rückwärts sammetig und dann allda graulich, in der Jugend zurückgerollt, später flach, etwas runzelig. Stengel 0,5—1' hoch, aufrecht, blattlos, sammt Blüthenstielen und Kelchen feinflaumig oder sammetig, an der Spitze eine meist vielblüthige, einseitig überhängende Dolde tragend. Blüthenstiele ungleich, die inneren kürzer. Deckblätter der Blüthenstiele lanzettlich zugespitzt. Kelch 5kantig, fast glockig-aufgeblasen, blassgelblich oder weisslichgrün, ungefähr so lang als die Kronröhre. Zipfel eiförmig, fast 3 eckig, spitz. Kronen wohlriechend, kleiner als die der vorigen Art. Saum 4 — 5''' im Durchmesser, der concaven Zipfel halber beckenförmig, dottergelb mit orangefarbenem Schlunde. Kapseln kürzer als der Kelch.
April — Mai


Auf trockenen Berg- und Waldwiesen, in Waldschlägen, auf kurzgrasigen oder steinigen Abhängen über kalkreicher Unterlage sowohl in niedrigen als bergigen Gegenden gemein und heerdenweise. Um Linz, zunächst auf Wiesen in der Diesenleithen und im Fügerwäldchen in Urfahr. Häufiger über Donaualluvium, in der Lustenau und um St. Peter. Auf Kalkalluvium der Welserhaide. Ueber Dolomit bei Michldorf und überhaupt auf sämmtlichen Voralpen.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 213), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 19.02.2026

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